Kinderwunsch

Um schwanger zu werden, ist es hilfreich, den eigenen Zyklus zu kennen und zu merken, wann der Eisprung kommt.

Den Eisprung kann man nicht errechnen, aber es gibt eine Reihe an Hinweisen des Körpers: Dehnbarer Zervixschleim, Muttermundöffnung und die noch niedrige Körpertemperatur.

Mehr dazu im NFP Forum, im Praxisbuch Natürlich und sicher oder in der Informationsbroschüre zum Kinderwunsch.

Wenn nach einem Jahr keine Schwangerschaft eingetreten ist, wird der Besuch eines spezialisierten Kinderwunschzentrums empfohlen. Das ist besser, als nervös zu werden oder zum normalen Gynäkologen zu gehen.

Schwangerschaft

Schwangerschaft ist keine Krankheit, sondern ein ganz normaler, natürlicher Vorgang.

In Deutschland hat man Anspruch auf eine intensive Betreuung durch eine Hebamme: vor der Geburt (auch im Wechsel mit dem Frauenarzt möglich), während der Geburt und nach der Geburt (die ersten zehn Tage jeden Tag, sehr häufig noch in den ersten acht Wochen und dann noch ab und zu im ersten Lebensjahr des Kindes).

Eine Hebamme sollte man sich früh suchen, da die Guten schnell ausgebucht sind. Man kann mehrere Hebammen treffen und sich dann für eine entscheiden.

Eine Hebamme kommt zu einem nach Hause und nimmt sich etwa eine Stunde Zeit. Im Gegensatz zum Gynäkologen, der acht Minuten für einen hat. Dafür kann dieser Ultraschall-Untersuchungen durchführen.

Die ersten Ultraschallbilder sind am schönsten. Wenn das Baby größer wird, sieht man nur noch Teile des Kindes.

In den ersten drei Schwangerschaftsmonaten sollte man Folsäure nehmen (irgendein Präparat, es muss nicht Femibion sein!). Alle anderen Vitaminpräparate sind überflüssig, es sei denn, man beruhigt sich dadurch.

Gegen Übelkeit helfen Ingwer und Pfefferminze, außerdem regelmäßige kleine Mahlzeiten, gerne auch schon vor dem Aufstehen.

Schlaf ist DAS Thema in der Schwangerschaft. Am Anfang möchte man nur noch schlafen, und im letzten Drittel geht es nicht mehr gut. Man muss dauernd auf Toilette, liegt wach, der Bauch stört und man träumt häufig sehr intensiv. Also: Pausen zum Schlafen nutzen!

Das tägliche Baucheincremen ist schön. Ob es Dehnungsstreifen tatsächlich vorgebeugt, weiß man nicht.

Es gibt unterschiedliche Normen für den „normalen“ Eisenwert in der Schwangerschaft. Auch hierbei gilt: nicht verrückt machen lassen!

Man kann sich beim Frauenarzt Stützstrümpfe verschreiben lassen.

Gegen Wassereinlagerungen hilft: viel trinken und mehr (!) Salz essen, bis zu einem Teelöffel insgesamt mehr pro Tag.

Das Bauchjucken am Ende der Schwangerschaft lindert Nieren-und -Gallen-Tee.

Am Ende der Schwangerschaft hilft zum Schlafen ein Stillkissen, um den Bauch im Liegen besser abzustützen.

Man wird vergesslich und unkoordiniert in der Schwangerschaft. Das ist normal.

Während der Schwangerschaft fallen wenige Haare aus – danach dafür umso mehr.

Nette Spielereien:

  • Der wöchentliche Newsletter von BabyCenter Deutschland ist informativ und nett gemacht.
  • Es gibt Geschenke und Coupons bei Rossmann, DM, Pampers, Hipp und anderen Marken. Natürlich ist alles überflüssig und nur Werbung, aber kann auch Spaß machen…

Ganz wichtig: Nochmal ausgehen und die Zeit zu zweit genießen! Kino, Theater, so lange man noch sitzen kann, oder auch alleine zur Massage, Sauna, Sport oder Kosmetik – wenn das Baby da ist, dreht sich erstmal alles um den kleinen Wurm.

Nach der Geburt muss man einiges an Papierkram erledigen: Meldung beim Standesamt, ggf. Brief an den Arbeitgeber, Kindergeld, Elterngeld. Es ist schön, wenn man schafft, das vorher schon zu recherchieren und Briefmarken und beschriftete Briefumschläge im Haus zu haben.

Früher sagte man: Jede Schwangerschaft kostet einen Zahn. Es wird daher empfohlen, am Anfang und am Ende zum Zahnarzt zu gehen und eine Zahnreinigung vornehmen zu lassen.

Geburt

Auch die Geburt ist ein natürlicher Prozess. Auch hierbei gilt: Nicht verrückt machen lassen. Die Natur hat es so eingerichtet, dass man als Frau weiß, was zu tun ist und nichts falsch macht.

Die Wehen sind wirklich SEHR schmerzhaft. Aber angenehmerweise vergisst man den Schmerz sogar zwischen den Wehen und nach der Geburt sowieso. Zwischen den Wehen ist man also ganz normal ansprechbar.

Hilfreich sind: Herumlaufen, verschiedene Positionen, atmen, Massagen, Ooh und Aah sagen („tönen“), fluchen, sich an den Partner hängen… Und der Gedanke, dass es schon so viele Frauen vor einem geschafft haben.

Gebähren ist Vertrauen, Loslassen, Öffnen.

Medikamente wie Wehenmittel oder die PDA können die Geburt erleichtern, müssen aber nicht sein. Vieles ist psychisch und manchmal reichen natürliche Mittel wie ein anregendes Öl, eine Massage oder der Tschacka-du-schaffst-es-Gedanke. Letztlich sollte jede Frau für sich entscheiden, was für sie gut ist.

Mit einer Beleghebamme hat man eine 1:1-Betreuung während der Geburt. Man muss sich nicht nach wirtschaftlichen Interessen des Krankenhauses richten. Ein Arzt wird nur hinzugezogen, wenn es notwendig ist.

Wenn keine Komplikationen auftreten, ist eine ambulante Geburt möglich. Das heißt, man kann unter bestimmten Umständen schon nach wenigen Stunden aus dem Krankenhaus entlassen werden.

Alternativen zum Krankenhaus: Geburtshaus oder Hausgeburt. Beides nur, wenn alles komplikationslos verläuft.

Ein Kaiserschnitt ist eine gute Erfindung der Medizin. Gegen einen geplanten Kaiserschnitt oder eine Einleitung spricht jedoch, dass jedes Kind die Chance haben sollte, in seiner eigenen Geschwindigkeit auf die Welt zu kommen.

Die Art und der Ablauf der Geburt haben einen Einfluss auf das Kind, aber auch auf die Mutter. Nach einer schwierigen Geburt empfiehlt sich das Gespräch darüber und die Bearbeitung des Geschehenen.

Hält man das Baby dann im Arm, stimmt das, was alle immer sagen: Dieser Moment ist ein Geschenk und alles andere ist unwichtig.

Wochenbett

Das Wochenbett dauert acht Wochen. In dieser Zeit gilt: Im Bett, am Bett und ums Bett herum.

Toll ist, wenn der Partner, oder eine andere enge Bezugsperson in den ersten Wochen da ist. Noch toller ist, wenn man auch danach nicht so viel allein ist tagsüber. Artikel dazu.

Nach der Geburt hat man viele Schmerzen: man kann nicht richtig sitzen und gehen, ist verspannt, hat Probleme mit dem Stuhlgang, es brennt beim Pipi machen, die Brüste spannen, die Brustwarzen tun weh. Das sagt einem aber vorher keiner, immerhin geht es vorüber.

Man taucht ein in eine Welt voller Körperflüssigkeiten und gewöhnt sich an allerlei Gerüche. Auch das geht vorüber.

Die Organe haben auf einmal  wieder ganz viel Platz, unter anderem die Blase. Man sollte nach der Geburt also regelmäßig auf Toilette gehen, auch wenn man nicht muss.

Die Zeit des Wochenbetts ist sehr intensiv und kann zusammen mit dem Partner wie eine Art Flitterwochen sein, in der man sich zu dritt neu und ruhig kennenlernt.

Es ist schön, in dieser Zeit in seinem Nest zu sein. Viele Frauen werden sensibel und empfindlich gegenüber Geräuschen und anderen Reizen, ähnlich wie das Baby.

Baby

Jedes Baby ist ein Individuum mit seinen eigenen Rhythmen und Vorlieben. Jede Familie findet ihren eigenen Weg und es gibt kein richtig oder falsch.

Nackt kuscheln (mit Windel) lieben Babys.

Mit einem Baby wird alles langsam und man kommt zu nichts mehr. Aus diesem Zustand kann man sich Schritt für Schritt wieder herausarbeiten. Oder die Langsamkeit und die kleinen Momente einfach genießen.

Babys sprechen zu einem und man kann lernen, ihnen zuzuhören.

Manchmal kann man einfach nicht mehr und möchte am liebsten Ferien oder zumindest eine kurze Auszeit. Ein gutes soziales Netzwerk und eine Schulter zum Ausheulen oder wütend werden helfen. Und kleine Zeiten und Aktivitäten für sich selbst, und sei es nur ausgiebig duschen.

Schlafen hilft. Immer.

Man kann das Baby am einfachsten vom Rücken auf den Bauch drehen, indem man einen Arm flach neben den Körper legt und diesen dann als Achse benutzt. Dabei am besten an der Hüfte anfassen.

Hochheben und ablegen sollte man das Kind am besten mit einer leichten seitlichen Drehung. So kippt der Kopf nicht nach hinten.

Auch wenn man es manchmal nicht denkt: Mit einem kleinen Baby kann man noch viel unternehmen. Wenn es mobil wird, wird es anstrengender.

In den ersten drei Monaten braucht ein Baby keine Spielsachen.

Ein Schnuller ist eine gute Erfindung, es geht aber auch ohne.

Manche Kinder schreien abends, um das am Tag Erlebte zu verarbeiten.

Ein Kind (aber auch jeder Erwachsener) möchte nachts in der gleichen Situation aufwachen, in der es eingeschlafen ist. Hat sich die Situation verändert (zum Beispiel ein Ortswechsel von den Armen des Vaters auf das Bett), möchte das Kind die Einschlafsituation wieder herstellen.

Bei kleinen Babys dauert es zwanzig Minuten, bis sie in den Tiefschlaf fallen.

Ein guter Artikel zum Thema Schlaf

Am Anfang lassen sich Babys durch das Geräusch von Föhn oder Staubsauger beruhigen. Später werden sie dadurch unruhig. Also: die Zeit ausnutzen und in Ruhe staubsaugen.

Je weniger Zeit man im Haushalt verbringt, desto mehr Zeit hat man für sein Kind. Gute Ideen sind: eine Putzhilfe, ein Staubsauger-Roboter, eine Spülmaschine und das Aufgeben von „Luxus-Aufgaben“ wie Bügeln.

Beim Sex gilt: Stillen ist keine Verhütung! Die Frauenärzte empfehlen zudem ordentlich Gleitgel.

Das Wissen über Entwicklungsschübe ist interessant, kann einen aber auch verrückt machen.

Der Blog http://www.gewuenschtestes-wunschkind.de gibt viele ausführliche Infos zu diversen Themen bzgl. Schwangerschaft und Baby.

Eltern-Bespaßungs-Gruppen wie Pekip, Babymassage, Sport mit Baby oder Babyschwimmen sind gut, um andere Leute kennenzulernen und um sich auszutauschen. Das Baby braucht das alles aber nicht.

Es gibt (kostenlose) Zeitschriften wie kidsgo und Himbeere, in denen die Termine für Eltern und Babys gesammelt werden (auch online verfügbar).

Babys haben die Drei-Monats-Koliken und Zahnungsschmerzen, damit man sich gut um sie kümmert. Sonst wäre es zu einfach🙂.

Baby – Pflege

Viermal pro Tag wickeln (nachts nicht wickeln) und einmal pro Woche baden reicht. Lieber das Baby nicht stressen.

Windeln sind wie Jeans, man muss ausprobieren, welche am besten passt.

Die Newborn- und die 2er-Windeln werden schnell zu klein: Nicht zu viele kaufen!

Als Wickelunterlage lassen sich gut Demenzunterlagen verwenden, die man günstig online in einem großen Pack erwerben kann.

Wolle-Seide-Kleidung verfärbt sich schnell durch die orange-gelbe Babykacke. Diese Flecken lassen sich mit Gallseife auswaschen und in der Sonne ausbleichen. Wenn sie nicht mehr rausgehen: Die Kleidung mit Lebensmittel- oder Ostereifarben färben.

Beim Wickeln benötigt man nicht die vielen angebotenen Pflegeprodukte. Ein pflanzliches Öl (z.B. Mandelöl, Olivenöl) pflegt den Popo und das ganze Kind (was für unseren Magen gut ist, ist auch für die Babyhaut geeignet, und enthält nicht die ganzen Zusatzstoffe).

Bei einem wunden Po hilft die Weleda Calendula Creme, oder irgendeine andere Creme… Und nackt strampeln lassen (immer Hand am Kind, nicht weggehen, Sturzgefahr!), Popo föhnen.

Man benötigt keine Bade-Zusätze, reines Wasser reicht (bis die Babys richtig dreckig werden und im Sand spielen, dauert es eine Weile…). Wenn man möchte, kann man Muttermilch ins Wasser kippen.

Muttermilch hilft sowieso bei allem:

Bei kleinen Verletzungen (zum Beispiel durch zu lange Fingernägel), bei Schnupfen (mit einer Pipette aus der Apotheke in die Nase träufeln, ist genauso gut wie (Salzwasser-)Nasenspray, bei einem verengten Tränenkanal und damit „auslaufendem“ Auge: Muttermilch auf ein Wattepad und von außen nach innen säubern.

Bei Schorf auf der Kopfhaut: Abklären lassen, ob es sich um Milchschorf oder um Kopfgneiß handelt. Den harmlosen Kopfgneiß kann man vorsichtig entfernen (vorher einölen), z.B. auch mit einer Postkarte.

Wenn man möchte, kann man sich einen Wissensschatz zum Thema Hausmittel bei Krankheiten erarbeiten. Es gibt viele homöopathische Mittel, aber auch andere alte Dinge wie Wadenwickel bei Fieber oder Zwiebelsirup, Ingwer über dem Bett, Thymian und Spitzwegerich bei Husten.